Homosexuellenparade

Hunderttausende feiern CSD in Köln

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Foto: Zwei Teilnehmer beim Christopher Street Day in Köln.

Köln - Sie soll die größte in Europa sein: Die Parade zum Christopher-Street-Day-Parade in Köln. Extrem vielseitig ist sie auf jeden Fall. Am Sonntag verfolgten sie wieder Hunderttausende Zuschauer.

Hunderttausende Zuschauer haben am Sonntag die Christopher-Street-Day-Parade in Köln verfolgt. Am Mittag setzte sich der Demonstrationszug von der Deutzer Brücke aus in Bewegung und zog durch die Innenstadt. 98 Gruppen mit bunten und schrillen Kostümen nahmen an der Parade teil, darunter auch Vertreter politischer Parteien. Sie demonstrierten für die rechtliche Gleichstellung und die gesellschaftliche Akzeptanz von Lesben und Schwulen. Erstmals dabei war ein Wagen des Fußballvereins 1. FC Köln, der damit ein Zeichen gegen Homophobie im Sport setzen wollte.

Die Christopher-Street-Day-Parade in Köln ist den Veranstaltern zufolge mit rund 40.000 Teilnehmern die größte in Europa. Sie wird seit 1991 vom Kölner Lesben- und Schwulentag veranstaltet. Der Verein setzt sich für die Rechte und gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern ein.

Der Christopher Street Day erinnert an die Vorfälle am 28. Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street: Nach einer Polizeirazzia in einer Bar kam es damals zum Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür mit Straßenschlachten.

dpa

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