Gerichtsurteil

ICE-Schwarzfahrer zahlen jeweils 200 Euro Strafe

Hannover - Am Mittwoch holten Beamte der Bundespolizei drei Schwarzfahrer aus einem ICE der Deutschen Bahn, schon am Donnerstag wurden sie zu jeweils 200 Euro Strafe verurteilt.

Amtsrichterin Jessica Henrichs verurteilte die Männer rumänischer Herkunft zu einer Geldstrafe von jeweils 20 Tagessätzen à 10 Euro. Die bislang nicht vorbestraften Schwarzfahrer im Alter von 27, 28 und 38 Jahren waren von Hamburg nach München unterwegs, wo sie sich nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen wollten.

Zuvor hatten sich zwei von ihnen als Spargelstecher im norddeutschen Raum verdingt, waren nach eigenen Angaben allerdings betrogen worden, da sie wesentlich weniger Lohn als die versprochenen 6 Euro pro Stunde ausgezahlt bekamen. Den dritten Mann hatten die beiden Rumänen zufällig am Hamburger Hauptbahnhof getroffen.

In einer Pressemitteilung hatte die Bundespolizei am Mittwoch davon gesprochen, dass man bei dem 38-Jährigen vermutlich gestohlene Kosmetikartikel gefunden habe. Der 28-Jährige sei im Besitz eines starken Magneten gewesen, mit dem man Diebstahlsicherungen in Kaufhäusern deaktivieren kann. Im am Donnerstag beschleunigten Verfahren spielten diese Vorwürfe allerdings keine Rolle; da Diebstahlsdelikte nicht Gegenstand der Anklage waren, musste Amtsrichterin Henrichs hier auch kein Urteil fällen.

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