Nutztierhaltung nimmt zu

Immer mehr Schweine in Niedersachsen

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Foto: Schweine stehen in einer Mastanlage in Wehnen (Niedersachsen). Während die Zahl der Nutztiere im Land steigt, nimmt die Zahl der Halter weiter ab.

Hannover - Immer weniger Tierhalter, dafür immer mehr Nutztiere pro Betrieb. Das ist der Trend in Niedersachsens Landwirtschaft. In den vergangenen Jahren haben viele Bauern mit kleineren Höfen aufgegeben, weil sie keinen Nachfolger fangen.

Der Strukturwandel der Landwirtschaft in Niedersachsen schreitet weiter voran. Während die Zahl der Nutztiere steigt, nimmt die Zahl der Halter weiter ab. So wurden nach Angaben des Landesamts für Statistik (LSN) in Hannover Ende 2014 landesweit knapp 8,83 Millionen Schweine gezählt, fast 70 000 mehr als im Vorjahr und rund eine Million mehr als vor zehn Jahren.

Die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung sank dagegen auf den bisherigen Tiefststand von 6900, berichtet das LSN im aktuellen Monatsheft. Gegenüber 2013 betrug der Rückgang mehr als vier Prozent. Vor 20 Jahren hatte es in Niedersachsen noch fast 39.000 landwirtschaftliche Betriebe mit Schweinehaltung gegeben. Sie hielten damals zusammen 6,9 Millionen Tiere.

Nach Einschätzung des LSN haben viele kleinere Betriebe aufgegeben, weil es keine Hof-Nachfolger gab. Ein anderer Grund seien die verschärften Regelungen zur Haltung von Zucht-Sauen in den vergangenen Jahren.

Auch die Zahl der in Niedersachsen gehaltenen Rinder hat sich weiter auf zuletzt 2,65 Millionen erhöht. Dies sind 0,6 Prozent mehr als 2013 und 4,7 Prozent mehr als 2010. Die Zahl der Rinderhaltungen sank von 13 400 im Jahr 2010 auf zuletzt noch rund 11.000.

dpa

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