Nordsee statt Kamelle

Inseln heizen ein für Karnevalsflüchtlinge

+
Foto: Die ostfriesischen Inseln rüsten sich für die Karnevalsflüchtlinge.

Spiekeroog - Karnevalsflüchtlinge suchen an diesem Wochenende wieder Ruhe auf den ostfriesischen Inseln. An den Stränden und Deichen beginnt bald das große Aufräumen, nachdem Sturm viel Treibgut angespült hatte.

Helau und Fasching ade, dafür Nordsee mit etwas Schnee: Auf den ostfriesischen Inseln heizen die Vermieter ihre Zimmer ein für die Karnevalsflüchtlinge. An diesem Wochenende werden viele Gäste aus Nordrhein-Westfalen und Mainz erwartet, wo das närrische Treiben seinen Höhepunkten zusteuert.

„Speziell auf Spiekeroog ist es dagegen ruhig. Das ist genau das, was diese Gäste wünschen", sagte Annika Marek von der Tourismusverwaltung. Auf den Inseln werde Karneval höchstens in privatem Rahmen gefeiert.

An den Inselstränden und am Festland können Besucher derzeit über große Mengen an Treibgut (Teek) staunen. Sie stammen vom Orkantief Lennart, das der niedersächsischen Küste Ende Januar die erste Sturmflut des Jahres beschert hatte. An den Inseldeichen fielen rund 1000 Kubikmeter Teek an, besonders auf Juist, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge.

Für die Inseln sei dies eine relativ hohe Menge, sagte Herma Heyken vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden. Das Treibgut war bei südwestlichen Winden vor allem an den Deichen der Inselsüdseiten angelandet. Innerhalb der nächsten Wochen sollen die Deiche geräumt werden, wenn sie getrocknet sind und mit schweren Fahrzeugen wieder befahren werden können.

dpa

Kommentare