Paarungszeit

Jäger warnen Autofahrer vor liebestollen Rehen

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Foto: Wildunfälle in Niedersachsen passieren leider häufig. Jäger warnen Autofahrer vor allem vor Rehen.

Hannover - Während der sommerlichen Paarungszeit sind Rehe auch tagsüber unterwegs und neigen zu spontanem Wildwechsel über die Straßen. Davor warnte der Deutsche Jagdverband (DJV) anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit am Sonnabend.

„Dies gilt speziell an heißen Tagen, da Rehe dann besonders liebestoll sind und sich wilde Verfolgungsjagden liefern“, erklärte DJV-Sprecher Torsten Reinwald in Berlin. Autofahrer sollten an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern besonders aufmerksam sein.

Bei Wildunfällen sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr sieben Menschen ums Leben gekommen, im Jahr zuvor gab es sogar 20 Tote. Während 2012 bei Wildunfällen 2998 Verletzte gezählt wurden, waren es im vergangenen Jahr noch 2631. Gleichzeitig starben auf deutschen Straßen aber etwa 200.000 Rehe. „Hauptursache ist das hohe Verkehrsaufkommen, das sich seit 1975 vervierfacht hat“, sagte Reinwald. Im gleichen Zeitraum sei die Zahl der Unfälle auf das Fünffache gestiegen. Autobahnen und Straßen zerschnitten den Lebensraum vieler Wildtiere und zwängen sie zum gefährlichen Überqueren der Straßen.

Häufige Unfallursache

Rehe sind auch in Niedersachsen viel häufiger als etwa Wildschweine oder Hirsche Opfer von von Wildunfällen. Dies liege auch an der flächendeckenden Verbreitung, sagte der Sprecher der niedersächsischen Landesjägerschaft, Florian Rölfing, in Hannover. Im vergangenen Jagdjahr seien landesweit fast 27.000 Rehe zu Verkehrsopfern geworden. Außer der Brunftzeit im Sommer sei auch das Frühjahr mit den Revierkämpfen der Böcke besonders gefährlich.

dpa

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