Tierschutzbund

Jedem zweiten Tierheim droht Insolvenz

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Köln - Jedes zweite Tierheim stecke finanziell in der Klemme, heißt es vom Deutschen Tierschutzbund. Neben rückläufigen Spenden sehen die Tierschützer eine Teilschuld bei den Kommunen. Doch die sind anderer Ansicht.

Gut jedem zweiten deutschen Tierheim droht laut Deutschem Tierschutzbund die Insolvenz. „Davon sind wir zum Glück weit entfernt", sagt Heiko Schwarzfeld, Geschäftsführer des hannoverschen Tierheims in Langenhagen-Krähenwinkel. "Aber ohne unsere rund 11.000 Mitglieder hätten auch wir ein massives Problem."Der Jahresetat desTierheimsbeträgt 2 Millionen Euro. Durchschnittlich 3000 Hunde, Katzen, Vögel und Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen werden dort im Jahresdurchschnitt aufgenommen.

Doch nicht jedes Tierheim befindet sich in einer guten Lage: Es gebe weniger Spendengeld, außerdem unterstützten die Kommunen die Heime nicht ausreichend, sagte Tierschutzbund-Sprecher Marius Tünte in Bonn. Die Städte bezahlen den Heimen in der Regel einen Betrag für gefundene Tiere, die dort abgegeben werden. Jedoch schwanke die Summe von Ort zu Ort, in vielen Fällen sei sie zu niedrig. Der nordrhein-westfälische Städte- und Gemeindebund zum Beispiel wies die Kritik zurück.

In den mehr als 500 Tierheimen, die dem Deutschen Tierschutzbund bundesweit angeschlossen sind, werden jährlich etwa 300.000 Tiere untergebracht.

vt/dpa

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