Bahnstrecke gesperrt

Jogger auf Sylt von Zug erfasst

Tinnum - Ein Jogger ist an einem geschlossenen Bahnübergang auf der Insel Sylt von einem Zug erfasst und getötet worden. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen habe am Freitagmorgen die Bahnschranken umlaufen wollen und den herannahenden Zug nicht bemerkt, berichtete die Bundespolizei in Flensburg.

Zeugen zufolge soll er Ohrhörer getragen haben, hieß es weiter. Als die Rettungskräfte und der Notarzt eintrafen, konnten sie nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Bahnverkehr war durch den Unfall bei Tinnum und den anschließenden Großeinsatz der Feuerwehr und Polizei am Karfreitagmorgen von etwa 8.30 Uhr bis 11.00 Uhr gesperrt. In dem Zug saßen 65 Reisende, von denen einer einen Schock erlitt und ärztlich behandelt werden musste.

Der im halbstündlichen Takt fahrende Sylt Shuttle konnte zwischen Niebüll und Westerland in beide Richtungen nicht fahren. Auf dem Festland stauten sich zwischenzeitlich Hunderte Autos im Osterreiseverkehr Richtung Nordsee-Insel, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) setzte für den Personenverkehr zwischen Keitum und Westerland Ersatzbusse ein.

dpa

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