Bettina Wulff

Journalisten-Verband sieht eine PR-Kampagne

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Buch im Handel: "Jenseits des Protokolls"

Hannover - "Der zeitgleiche Verkaufsstart ihres Buches nährt den Verdacht einer PR-Kampagne mit dem Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen" – das sagt der Deutsche Journalisten-Verband zu Bettina Wulff und ihrem neuen Buch.

Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Michael Konken, hat die Verbreitung von Gerüchten über das "angebliche Vorleben" der Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff kritisiert. Zugleich erklärte er am Montag in einer Pressemitteilung, es sei diskussionswürdig, dass Bettina Wulff ihre Persönlichkeitsrechte erst über ein halbes Jahr nach dem Rücktritt ihres Mannes gegenüber zahlreichen Medien geltend mache. "Der zeitgleiche Verkaufsstart ihres Buches nährt den Verdacht einer PR-Kampagne mit dem Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen", meinte Konken.

Er erinnerte Journalisten an die Sorgfaltspflicht: "Gerüchte können immer nur der Auslöser von Recherchen mit offenem Ausgang sein. Wenn sie sich nicht erhärten lassen, haben Gerüchte in der Berichterstattung nichts verloren." Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass Christian Wulff in einem Fernsehinterview im Januar von sich aus und ungefragt auf Gerüchte über das Privatleben seiner Frau hingewiesen habe.

dapd

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