Rechte Gesinnung

Jugendwart in Salzhemmendorf tritt zurück

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Salzhemmendorf - Knapp eine Woche nach dem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Salzhemmendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) hat der Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr sein Amt niedergelegt. „Er selbst hat es mit dem großen medialen Druck begründet“, sagt Salzhemmendorfs Bürgermeister Clemens Pommerening.

Nach der Festnahme von drei Verdächtigen, von denen ein 24-Jähriger ebenfalls Mitglied der Ortsfeuerwehr ist, war bekannt geworden, dass der Jugendfeuerwehrwart über das soziale Netzwerk Facebook seine Vorliebe für rechtsradikale Rockbands publik gemacht hatte. Als dann noch heraus kam, dass er die NPD und die Gruppe Hamgida (Hameln gegen die Islamisierung des Abendlandes) mit „Gefällt mir“ markiert hatte, suchten Ortsbrandmeister und Bürgermeister das Gespräch mit ihm. Mittlerweile hat der Jugendwart seine Facebook-Angaben gelöscht und sich nach Angaben von Pommerening von seinen Einträgen distanziert. „Den Eltern der Kinder, die er betreut hat, kann man das aber nicht mehr vermitteln“, sagt der Bürgermeister. „Auch wenn er niemals irgendwelches rechtsradikales Gedankengut in der Feuerwehr verbreitet und seinen Job dort sehr gut gemacht hat.“

jki

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