Störung zwischen Hannover und Berlin

Kabeldiebe legten Zugverkehr lahm

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Durch die Störung mussten die Züge über Magdeburg und Wittenberge umgeleitet werden, es kam zu erheblichen Verspätungen.

Hannover/Rathenow - Das Rätsel um den Schaden an der Zugstrecke zwischen Hannover und Berlin ist scheinbar gelöst: Offenbar waren doch Kabeldiebe für die Störung am 15. und 16. Juli verantwortlich. Der Rabe, den man zuerst für den Verursacher gehalten hatte, spielte nur eine Nebenrolle.

Es war nicht ein Rabe allein, der den Zugverkehr zwischen Berlin und Hannover vor anderthalb Wochen lahm legte. Vielmehr hatten Kabeldiebe zuvor ein Erdungskabel gestohlen, sagte ein Bahnsprecher am Mittwoch und entlastete damit den Vogel.

Der Rabe sei nur zwischen den Stromabnehmer eines Güterzuges und die Oberleitung geraten und habe einen Kurzschluss verursacht, der normalerweise vom Erdungskabel abgeleitet worden wäre. Wegen des Kurzschlusses mussten die Fernzüge am 15. und 16. Juli etwa 24 Stunden lang über Magdeburg und Wittenberge umgeleitet werden, weshalb sich die Züge erheblich verspäteten. Die Kabeldiebe wurden bisher nicht gefasst, der Vogel starb noch an der Bahnstrecke.

Kurz nach dem Vorfall hatte die Bahn mitgeteilt, dass Vogelflug den Kurzschluss verursacht habe - und diesmal keine Kabeldiebe am Werk gewesen seien.

dpa/sag

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