Heftige Schneefälle in Afghanistan

130 Kältetote in Kirgistan

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Bis zu 130 Menschen sind bei der Kältewelle in Kirgistan ums Leben gekommen.

Bischkek - Eine Kältewelle hat frühere Sowjetrepubliken in Zentralasien erfasst und allein in Kirgistan seit Winterbeginn mehr als 130 Menschen das Leben gekostet.

In Afghanistan starben mindestens 14 Menschen nach heftigen Schneefällen im Norden des Landes, wie ein örtlicher Offizieller am Mittwoch sagte. In einer Provinz im Nordwesten sind nach Auskunft der Behörden Hunderte Dörfer wegen des Schnees von der Außenwelt abgeschnitten.

In Kirgistan gab es die meisten Toten im Norden des gebirgigen Landes, im Gebiet um die Hauptstadt Bischkek sowie um den bei Touristen beliebten See Issyk-Kul, wie das Innenministerium am Mittwoch mitteilte. Die Temperaturen sanken nachts bis auf minus 40 Grad und waren damit deutlich niedriger als in einem durchschnittlichen Winter.

Im Nachbarland Tadschikistan verursachte starkes Schneetreiben ein Verkehrschaos. Der Flughafen in der Hauptstadt Duschanbe war vorübergehend geschlossen wie auch Kindergärten und einige Schulen. Aus den Bergen im Osten des verarmten Landes gab es Berichte, dass Wölfe sich auf der Suche nach Nahrung in Dörfer vorwagten.

dpa

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