Tierischer Ausreißer

Känguru seit Monaten auf der Flucht

+
Foto: Kämpft sich allein durch: Ein Känguru in Bakum lässt sich nicht einfangen.

Bakum - Ein ausgebüxtes Känguru hält seit Mitte Oktober die Bewohner von Bakum im Landkreis Vechta auf Trab. Zwar gibt es immer wieder Hinweise auf den Ausreißer, bisher gelang es aber nicht, ihn einzufangen.

Das Problem liegt darin, dass sich das kleine Bennett-Känguru so gut wie immer erst in der Dämmerung oder nachts blicken lässt. Im Dunkeln sei es zu riskant, mit dem Betäubungsgewehr auf das Tier zu zielen, sagte der Besitzer Mike Döllmann am Freitag der dpa. „Es ist so unwahrscheinlich schnell. Nachts ist die Gefahr sehr groß, dass wir es anschießen, aber nicht mehr finden.“ Das Känguru war aus Döllmanns tierpädagogischer Einrichtung entlaufen.

Auch die örtliche Polizei beschäftigt sich mit dem Fall. „Es haben sich schon einige Anrufer gemeldet und berichtet, bei mir sitzt ein Känguru auf der Terrasse“, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten geben inzwischen dann stets die Telefonnummer des Känguru-Besitzers heraus. Der Pädagoge arbeitet nicht nur mit Kängurus, sondern unter anderem auch mit Lamas, Hühnern und Ponys.

Winterliche Temperaturen machen dem ausgerissenen Beuteltier Döllmann zufolge wenig aus. Kängurus könnten sich von Pflanzen ernähren und auch Temperaturen bis zu minus 15 Grad aushalten, sagte er.

dpa

Kommentare