Protestaktion an Pfingstmontag

Klage gegen Kurtaxe für Tagesgäste

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Hooksiel - Pfingsten wird es heiß, eine perfekte Gelegenheit für einen Tagesausflug an die Küste. Doch vor dem Betreten des Strandes wird die Kurtaxe fällig. Die Initiative "Freie Bürger für freie Strände" in Hooksiel (Kreis Friesland) klagt dagegen und plant für Pfingstmontag eine Protestaktion.

Zäune versperren den Weg zum Strand, oder ein Kassierer fängt Touristen ab: Viele Tagesgäste an der Küste ärgern sich über Gebühren, die schon für einen kurzen Strandspaziergang fällig werden. Dieses Bezahlmodell will die Initiative abschaffen. Sie klagt dagegen beim Verwaltungsgericht Oldenburg.

Am Pfingstmontag wollen die Mitglieder gegen die Zäune demonstrieren und Leitern zum Übersteigen der Hindernisse anbieten. Die Gebührenpraxis ist umstritten, aber weit verbreitet. In Niedersachsen herrscht an 120 von 134 Strandkilometern eine Abgabepflicht, häufig sind die Abschnitte drahtgesichert. Auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kostet der Strandzugang vielerorts bares Geld.

Tourismusverbände im Norden zeigen Verständnis für die Küsten- und Inselgemeinden, denn diese zahlten hohe Kosten für die Reinhaltung der Strände. Anders als in Niedersachsen werden zwar in Schleswig-Holstein kaum noch Strände mit Zäunen abgeschirmt, aber auch dort stehen vielfach Automaten und Kassenhäuschen bereit. "Strandgebühr ja, aber keine Zäune", heißt es dagegen in Mecklenburg-Vorpommern.

dpa

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