Rechnungshof rügt

„Kleine Grundschulen sind unwirtschaftlich“

+
Foto: Die Unterrichtsqualität an kleinen Grundschulen in Niedersachsen sei fragwürdig. Das behauptet der Rechnungshof.

Hannover - Die rund 50 kleinsten der 1748 niedersächsischen Grundschulen sind unwirtschaftlich und haben eine fragwürdige Unterrichtsqualität, rügt der Rechnungshof.

Doch die Reaktionen auf den entsprechenden Prüfbericht fallen eher zurückhaltend aus. „Kleine Schulen können nicht allein unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden“, erklärte Susanne Schrammar, Sprecherin des Kultusministeriums. Außerdem könne das Land keine Kommune anweisen, Schulen zu schließen: „Das ist Sache der Kommunen selbst.“

Der Rechnungshof hatte dem Ministerium vorgeworfen, auf klare Mindestschülerzahlen zu verzichten und damit „dem Erhalt unwirtschaftlicher Schulstandorte Vorschub zu leisten“. Die Ministeriumssprecherin entgegnet, man nehme den Rechnungshofbericht zum Anlass für Diskussionen mit den Kommunalverbänden. Es solle „partnerschaftlich erörtert werden, wie langfristig Konzepte für Schulstandorte entwickelt werden können“.

Kommentare