Experten warnen

Klimawandel erschwert den Kartoffelanbau

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Foto: Zum Norddeutschen Kartoffeltag am 1. November warnen Experten vor dem Schaden, den heiße, trockenen Sommer und heftige Regenschauer Früchten und Boden zufügen kann.

Uelzen - Heiße und trockene Sommer werden den Kartoffeln in Zukunft zu schaffen machen. Aber auch heftige Regenfälle schaden Früchten und Boden. Zum Norddeutschen Kartoffeltag am Donnerstag warnen Experten: Die Landwirte müssen sich auf das veränderte Klima vorbereiten.

Die norddeutschen Kartoffelbauern müssen sich nach Ansicht von Experten auf heißere, trockenere Sommer und damit erschwerte Anbaubedingungen einstellen. „Dann, wenn die Pflanzen es brauchen, wird es weniger Niederschlag geben“, sagte Monika von Haaren von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen der Nachrichtenagentur dpa in Uelzen. Die Landwirte müssten deshalb die Bewässerung ihrer Felder optimieren. Gerade der sandige Boden in Norddeutschland, der für den Kartoffelanbau besonders vorteilhaft sei, könne Wasser schlecht halten, sagte die Geografin, die das Projekt „Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten“ leitet.

Doch nicht nur Hitze und Trockenheit könnten die Kartoffelernte nicht nur im Norden Deutschlands künftig gefährden. „Es wird auch vermehrt heftige Regenfälle in kurzer Zeit geben“, sagte von Haaren. Die großen Wassermengen seien eine Gefahr für die Pflanzen und die Böden, Erosion könne die Folge sein. Für ausreichend Bewässerung zu sorgen, ist in den Augen der Expertin jedoch die wichtigste Aufgabe für die Zukunft.

Für die hohen Investitionen hoffe man auf Unterstützung der Politik. „Es müssen auch Mittel für die Anpassung bereitstehen, nicht nur zur Verminderung des Klimawandels“, betonte von Haaren. Auch die Pflanzenzüchter seien gefragt: Es gelte jetzt, robustere Kartoffelsorten zu züchten, die den Landwirten auch unter erschwerten klimatischen Bedingungen ausreichende Erträge brächten.

dpa

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