Kriminalität

Konsequenzen nach Missbrauchsvorwurf an Charité gefordert

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Charite Campus Virchow-Klinikum: Dort soll eine 16-Jährige von einem Krankenpfleger in der Kinderrettungsstelle sexuell missbraucht worden sein.

Berlin - Der Missbrauchsvorwurf gegen einen Pfleger an der Berliner Charité löst auch in der Politik Forderungen nach Konsequenzen aus. Erweiterte Führungszeugnisse könnten vor sexueller Gewalt schützen.

Nach dem Missbrauchsvorwurf gegen einen Pfleger an der Berliner Charité hat der Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindermissbrauchs, Johannes Rörig (CDU), Konsequenzen aus dem Fall verlangt. In einem Interview mit RTL Aktuell sagte er am Donnerstagabend: „Erweiterte Führungszeugnisse sind ein ganz wichtiger Baustein im Bereich des Schutzes vor sexueller Gewalt. Deswegen plädiere ich ganz eindeutig dafür, dass jeder, der hauptberuflich mit Kindern arbeitet, ein solches Zeugnis vorlegen muss.“

Ein Charité-Pfleger soll eine 16-Jährige im Virchow-Klinikum missbraucht haben. Der Mann wurde vom Dienst suspendiert. Zudem wurde bekannt, dass er auch früher Grenzüberschreitungen im Umgang mit Kindern begangen haben soll. Die Charité informierte die Öffentlichkeit erst am Mittwoch, eine Woche nach den jüngsten Missbrauchsvorwürfen.

dpa

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