Unbewaffneter US-Teenager erschossen

Kritik an Polizeieinsatz in Ferguson

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New York - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat den Polizeieinsatz in der US-Kleinstadt Ferguson im Bundesstaat Missouri kritisiert.

Die Polizei müsse aufhören, friedliche Demonstranten und Journalisten einzuschüchtern, hieß es in einer Mitteilung der Organisation vom Donnerstag. Mit Drohungen und dem unnötigen Einsatz von Gewalt gegen friedliche Demonstranten verschlimmere die Polizei die Lage nur. "Sie sollte die Grundrechte auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung aufrechterhalten und nicht untergraben", sagte Alba Morales von Human Rights Watch.

Nachdem ein weißer Polizist am Samstag einen schwarzen Teenager erschossen hatte, war es in den darauffolgenden Nächten zu Protesten, teilweise auch zu Plünderungen und Festnahmen gekommen. Die Polizisten hatten sich erst zurückgehalten und waren dann schwer bewaffnet sowie mit Tränengas und Rauchbomben vorgegangen, um etwa eine Demonstration aufzulösen. Journalisten wurden teils schikaniert oder von der Berichterstattung abgehalten. Zuvor hatte US-Justizminister Eric Holder die Polizei dazu aufgerufen, darauf hinwirken, die Lage zu entspannen und nicht anzuheizen. Präsident Barack Obama hat alle Beteiligten zur Ruhe aufgerufen.

dpa

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