Sport an der Nordseeküste

Kultrennen durch knietiefe Priele

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Hannover - Mancher Urlauber wird sich die Augen reiben: Hunderte Hobbysportler laufen von Sonnabend an entlang der Nordseeküste und auf den ostfriesischen Inseln Norderney, Wangerooge und Baltrum um die Wette.

Unter dem Motto „Mach nicht halt, lauf gegen Gewalt“ – die Landeskirche ist Mitveranstalter – rennen oder walken sie über Sandwege und Promenaden. Die knapp zwölf Kilometer lange „Königsetappe“ von der Insel Neuwerk nach Cuxhaven-Duhnen führt mitten durchs Watt – auch durch Priele mit zum Teil knietiefem Wasser.

Die Strecke wird erst bei Niedrigwasser freigegeben, wenn ein Ranger des Nationalparks die Sicherheit bestätigt. „Es sind immer alle in Cuxhaven angekommen“, versichert Pastor Hartmut Schneider. Der Regionalgeschäftsführer des Fachdienstes „Kirche im Tourismus“ hat den gut einwöchigen Etappenlauf, der nun zum 13. Mal stattfindet, ins Leben gerufen. Wie viele Kollegen ist er oft mitgelaufen und außerdem immer als Seelsorger dabei. Schneiders kurze, oft tagesaktuelle „Zeitansagen“ an den Start- und Zielorten sowie die „Worte auf dem Wasser“ an Bord der Fähren finden auch bei Begleitern und Touristen ein Publikum.

318 Läufer haben sich diesmal für die gesamte Tour vom 21. bis zum 28. Juni angemeldet: sieben Strecken an acht Tagen, dazwischen ein Pausentag. Die Organisation samt Unterkunft und Transfer übernimmt die Tourismusgesellschaft Nordsee GmbH. „Zu den einzelnen Etappen können sich Bewohner und Urlauber auch noch kurzfristig anmelden“, sagt Geschäftsführer Marc Klinke. Nur der Lauf durchs Watt ist erfahrungsgemäß frühzeitig ausgebucht. Die übrigen Laufrunden wechseln von Jahr zu Jahr. Start ist diesmal am 21. Juni in Esens-Bensersiel – mit 13,4 Kilometern ist es die längste Strecke. Es folgen Läufe auf Wangerooge (10,4 km), Norderney

(12 km) und Baltrum (10,6 km), sowie in Wremen (5 km), Bremerhaven (10,2 km) und zuletzt der Abendlauf von Neuwerk nach Duhnen (11,9 km). Überall wird ein Rahmenprogramm geboten. Davon haben auch diejenigen was, die ganz zufällig auf die Läufer in den T-Shirts mit der Aufschrift „Mach nicht halt, lauf gegen Gewalt“ stoßen.

Informationen und Anmeldung im Internet unter www.nordseelauf.de.

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