Britisches Eastbourne

Kurzschluss verursacht Brand auf Seebrücke

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Foto: Ein Kurzschluss war die Ursache: Die Seebrücke in Eastbourne steht in Flammen.

Eastbourne - In Eastbourne an der Südküste Englands ist die historische Seebrücke in Flammen aufgegangen. Brandursache war nach ersten Erkenntnissen ein Kurzschluss.

Ein Kurzschluss hat nach ersten Erkenntnissen das Feuer auf der berühmten Seebrücke in südenglischen Eastbourne verursacht. Der Brand sei in einer Wandverkleidung ausgebrochen, was auf einen Kurzschluss hinweise, sagte der Chef der Gemeindeverwaltung, David Tutt. Am Donnerstag sollten Brandermittler sich die Sache genauer anschauen.

Die Feuerwehr hatte den Brand am Mittwochabend unter Kontrolle gebracht. Rund 30 Feuerwehrleute waren die Nacht über weiter im Einsatz. Die Flammen zerstörten rund zwei Drittel der Seebrücke. Übrig blieb an diesem Teil des Bauwerks nur noch das rußgeschwärzte Metallgerüst. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben bemüht, so viel wie möglich von der historischen Bausubstanz zu retten.

Polizei und Feuerwehr konnten die Seebrücke am Mittwoch rasch evakuieren. Touristen und Einwohner der Stadt sahen entsetzt zu, wie meilenweit sichtbare, schwarze Rauchwolken von einer der wichtigsten Attraktionen der Küstenstadt aufstiegen. Zu der im Jahr 1870 auf Holzpfählen erbaute Seebrücke gehören zahlreiche Cafés, Restaurants, Bars und ein Nachtclub. Dass das Feuer ausgerechnet in der wirtschaftlich so wichtigen Sommersaison ausbrach, bereitete vielen zusätzlich Sorgen.

In zwei Wochen findet in der kleinen Stadt am Meer die Airbourne-Flugschau statt, der wichtigste Termin für den Tourismus. Englische Seebrücken haben immer wieder unter Flammen zu leiden. 2003 brannte der 148 Jahre alte West Pier in Brighton komplett ab. Er hatte zweimal innerhalb von zwei Monaten Feuer gefangen. In Essex wurde 2005 die längste Vergnügungsseebrücke der Welt bei einem Brand schwer beschädigt. Auch 2008 und 2010 brannten Seebrücken.

dpa

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