Lehrerfortbildung

Land will mit Holocaust-Gedenkstätte kooperieren

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Foto: Ein Holocaust-Denkmal in dem Yad-Vashem-Komplex in Israel.

Jerusalem - Niedersachsen plant eine Zusammenarbeit zur Lehrerfortbildung mit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Die CDU-Landtagsfraktion will die Landesregierung in einem Entschließungsantrag auffordern, eine entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen.

Ein Plan, bei dem sie bei der Landesregierung auf offene Ohren und Türen stößt: Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt unterstütze die Idee, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die Vorbereitungen dafür liefen im Ministerium bereits. „Es ist beabsichtigt, sie noch in diesem Jahr zur Unterschriftsreife zu führen“, so die Sprecherin. Für den Vertragsabschluss wolle Heiligenstadt selber die Gedenkstätte Yad Vashem besuchen.

Noch gibt es aber offensichtlich keinen Kontakt zwischen Niedersachsen und der School of Holocaust Studies, welche ihrerseits für eine solche Kooperation bei den CDU-Politikern warb.

Die rechtliche Grundlage ist bereits 2013 in einer Absichtserklärung zwischen der deutschen Kultusministerkonferenz und Yad Vashem beschlossen worden. Ziel ist es, dass Lehrer und Gedenkstättenpädagogen eine Woche lang die Gedenkstätte in Jerusalem besuchen können und dort fortgebildet werden. „Yad Vashem ist das Maß der Dinge in der Gedenkstättenarbeit. Es gibt nirgends auf der Welt mehr Wissen zu diesem Thema“, sagte der CDU-Bildungspolitiker Jörg Hillmer. Der Völkermord an sechs Millionen Juden durch die Nazis werde in Yad Vashem mit modernen Methoden dargestellt, davon könne man sich auch für die hiesige Gedenkstättenarbeit Anregungen holen.

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