Denkmalschutz bereitet Probleme

Landeskirche will CO2-Emissionen senken

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Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover engagiert sich beim Klimaschutz.

Hannover - Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover will den Klimaschutz aktiv umsetzen.

„Ziel ist es, bis 2015 rund 25 Prozent an Treibhausgasemissionen in Gebäuden einzusparen", sagte Reinhard Benhöfer, Fachreferent für Umweltschutz im Landeskirchenamt am Mittwoch in Hannover. Die Landessynode hat das Klimaschutzkonzept bewilligt. Es sieht Maßnahmen in Gebäuden, nachhaltige Beschaffung und klimafreundliche Mobilität vor.

Seit 2008 hat die Landeskirche bereits 17 Millionen Euro für Energieeinsparung zusätzlich an die Kirchenkreise vergeben. „Etwa 50 Kirchengemeinden sind bereits nach strengen Umweltrichtlinien zertifiziert und haben erheblich Energie gespart", sagte Benhöfer. Vom kommenden Jahr an werde es in der Landeskirche eine Stabsstelle Klimaschutz geben. Zusätzlich sollen dann zwei Klimaschutzmanager eingestellt werden, finanzielle Unterstützung dafür werde beim Bund beantragt.

Um die Ziele zu erreichen sei zum Beispiel der Bezug von Ökostrom, der Kauf energieeffizienter elektrischer Geräte, ein klimafreundlicher Fuhrpark oder der Großeinkauf von Fahrrädern geplant. Auch würden Mitarbeiter gezielt zum Thema Klimaschutz weitergebildet werden. Die Umsetzung bereite aber auch Probleme: „Wir sind mit denkmalgeschützten Gebäuden gesegnet, Kirchen lassen sich nicht dämmen“, erklärte Benhöfer. Kirchen für einen Gottesdienst zu beheizen, sei ebenfalls ein großes Thema. Das sei sehr kostenaufwendig - aber niemand möchte in einer kalten Kirche sitzen.

80 Prozent der Treibhausgasemissionen, die durch die Gebäude der Landeskirche verursacht werden, entfallen auf Gebäudeheizung und Warmwasserverbrauch, 20 Prozent auf Stromverbrauch.

dpa

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