Dachkonstruktion wird abgenommen

Landtag steht bald „oben ohne“ da

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Hannover - Die Sanierungsarbeiten am niedersächsischen Landtag schreiten voran: Derzeit wird die Dachkonstruktion abgebaut und von einem 160-Tonnen-Kran stückchenweise zur Erde gehievt. Für Passanten ergeben sich so mitunter spektakuläre Bilder.

Dafür werden Teile des Daches häppchenweise durchgeschweißt, erklärte Landtagssprecher Kai Sommer. Auch unter energetischen Gesichtspunkten sei das nicht gedämmte Dach nicht mehr zukunftstauglich, sagte er.

Ein 80- und ein 160-Tonnen-Kran kommen zum Einsatz, um die schweren Bauteile auf den Boden zu befördern und dort in abtransporttaugliche Stücke zu zerlegen. Bis 2017 sollen 52,8 Millionen Euro in die Modernisierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes fließen. Zwar seien die im vergangenen Sommer gestarteten Arbeiten weiter in Verzug, die neue Bauleitung arbeite aber bereits an einer verbesserten Planung, sagte der Landtagssprecher. "Wir sind guter Dinge, dass wir den Verzug wieder einholen", sagte Sommer.

Über die Umgestaltung des Plenarsaals war jahrelang gestritten worden. Schon 2002 und 2009 gab es Ausschreibungen, doch die Entwürfe der Architekten wurden letztlich nicht umgesetzt. Der Sechziger-Jahre-Bau von Dieter Oesterlen ist in die Jahre gekommen, die Heizung ist defekt, die Belüftung schlecht, es fehlen Tageslicht und Platz für Besucher.

lni

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