Ausweich-Tagungsort bis 2017

Landtag zieht in alte Eisenwarenhandlung

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Der niedersächsische Landtag tagt in dieser Woche erstmals in einem neuen Plenarsaal in einer ehemaligen Eisenwarenhandlung.

Hannover - Das Landtagsgebäude in Hannover wird seit August saniert. Heute präsentiert Parlamentspräsident Busemann das Gebäude, das die Abgeordneten bis 2017 als Ausweich-Tagungsort nutzen. Es ist eine alte Eisenwarenhandlung im Herzen von Hannover.

Der niedersächsische Landtag tagt in dieser Woche erstmals in einem neuen Plenarsaal in einer ehemaligen Eisenwarenhandlung. Das Provisorium in der Altstadt von Hannover muss bis 2017 genutzt werden. In dieser Zeit wird das nahe gelegene Landtagsgebäude grundlegend saniert und umgebaut.

Lange Jahre war darüber gestritten worden, ob der marode Bau ganz abgerissen werden und einem Neubau weichen sollte. Gegen einen Abriss, der zwischenzeitlich sogar schon beschlossen worden war, hatte es aber Proteste gegeben. Kritiker hatten moniert, der Bau des Architekten Dieter Oesterlen habe eine hohe Bedeutung für den Stil der Nachkriegsmoderne. Sogar die Berliner Akademie der Künste und ein Kurator des New Yorker Museum of Modern Art hatten an den Landtag appelliert, auf einen Abbruch zu verzichten.

Das Parlament entschied sich dann für eine Sanierung, letztlich vor allem aus Kostengründen. Heute will Landtagspräsident Bernd Busemann den Ersatz-Plenarsaal auf Zeit nun der Öffentlichkeit präsentieren.

dpa

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