Landwirtschaft

Landwirte holen verlorene Zeit auf dem Acker ein

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Landwirt Gunther Witte sitzt in seinem Traktor und bringt auf einem Feld bei Huxahl im Landkreis Celle Kartoffeln aus.

Hannover - Nach Ende des langen Winterwetters haben die Landwirte in Niedersachsen nun alle Hände voll zu tun, auf Hof und Acker verlorene Zeit wieder einzuholen.

Nach dem Ende des langen Winterwetters haben die Landwirte in Niedersachsen nun alle Hände voll zu tun, auf Hof und Acker verlorene Zeit wieder einzuholen. „Die Landwirte sind draußen sehr beschäftigt mit der Düngung und dem Fertigstellen der Felder“, sagte Werner Bosse vom Landesbauernverband am Montag in Hannover. Das Pflanzen der Kartoffeln habe sich um rund drei Wochen verzögert, Spargelanbauer liegen etwa zwei Wochen zurück. Frostschäden an Getreide und Raps wie im vergangenen Jahr gebe es allerdings nicht in großem Umfang.

Zuviel Sonne und hohe Temperaturen auf einen Schlag seien für die Bauern jetzt nicht gut, erklärte der Agrarexperte. Sonst wachse das Getreide nicht optimal. Damit sich die Aussaat gut entwickele, hofften die Landwirte auf einen langsamen Anstieg der Temperaturen und vor allem Regen, in der letzten Zeit sei es in Niedersachsen eher zu trocken gewesen.

Eisiger Wind, Frost und Schnee bis kurz vor Ostern hätten die Landwirte auf die Probe gestellt, sagte der Pflanzenbauexperte der Agravis Raiffeisen AG, Franz Schulze Eilfing. Trotzdem hätten Getreide und Raps nicht gelitten. „Es hat keine Auswinterungsschäden gegeben.“ Die anhaltende Kältephase führte aber zu einem verspäteten Vegetationsbeginn, die Aussaat etwa von Mais verzögerte sich leicht.

Viele Getreidebestände seien in ihrer Entwicklung gegenüber anderen Jahren um zwei bis drei Wochen zurück. „Im Moment können wir von relativ normalen Bedingungen im Pflanzenbau sprechen“, meinte Schulze Eilfing dennoch. Ob es für die Bauern ein gutes Jahr werde, lasse sich noch nicht sagen.

dpa

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