Reparatur nach einer Woche abgeschlossen

Leck im Emstunnel abgedichtet

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Foto: Die Reparatur des Emstunnels hat gut eine Woche gedauert.

Leer - Rund eine Woche lang sprudelte Flusswasser in den Emstunnel unter der Autobahn 31 bei Leer. Experten schafften es erst jetzt, das bei Bohrarbeiten entstandene Leck zu schließen.

Das Leck im Emstunnel in Leer ist nach einer Woche abgedichtet worden. Das teilte das niedersächsische Wirtschaftsministerium am Freitag mit. „Es strömt in dem Tunnel kein weiteres Wasser nach“, sagte ein Ministeriumssprecher bei einem Besuch von Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) am Abend. Der Minister sagte auf die Frage, warum das Abdichten des Lecks so lange gedauert habe: „Ich glaube, man unterschätzt den Aufwand.“

Der knapp ein Kilometer lange Tunnel unter der Ems ist Teil der Autobahn 31. Vor einer Woche war dort bei Bohrarbeiten in einer Fuge in der Südröhre eine Abdichtung beschädigt worden, so dass seitdem Wasser und Sediment in die Tunnelröhre liefen. Der Autobahntunnel war aber weiterhin in beide Richtungen befahrbar, weil das Wasser ständig abgepumpt wurde.

Diverse Versuche, ein Dichtungsmittel in die offene Stelle zu pressen, glückten zunächst nicht. Bauchemiker, Bauingenieure und Handwerker suchten vor Ort fieberhaft nach einer Lösung. Die Feuerwehr arbeitete zunächst im Schichtbetrieb, um die Straße freizuhalten. Die Ursache für den Unfall ist immer noch unklar. Die Polizei geht davon aus, dass ein Arbeiter zu tief gebohrt hat.

Minister Lies sagte, die Kosten der Sanierungsarbeiten würden nicht am Steuerzahler hängen bleiben. Es sei nun Sache der Versicherungen, dies zu klären.

dpa

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