200 Verletzte in Brasilien

Lehrer liefern sich Straßenschlacht mit Polizei

+
Foto: Während sich Demonstranten und Polizei eine Straßenschlacht lieferten, stimmten die Abgeordneten des Bundesstaates Paraná einer Veränderung der Rentenzahlungen für die Lehrkräfte an öffentlichen Schulen zu.

Curitiba - In Brasilien ist eine Demonstration streikender Lehrer eskaliert. Die Polizei setzte Tränengas, Gummigeschossen und Pfeffergas, nachdem die Demonstranten versuchten, das Rathaus zu stürmen. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Mehrere mussten in Krankenhäuser behandelt werden.

Mehr als 200 Menschen sind in Brasilien bei einem Lehrerprotest gegen Kürzungen des Pensionsetats verletzt worden. Streikende Lehrkräfte wurden am Mittwoch in Curitiba von der Polizei mit Tränengas, Gummigeschossen und Pfeffergas vor dem Parlamentsgebäude des südlichen Bundesstaats Paraná zurückgedrängt. Der Protest eskalierte, als die Demonstranten versuchten, das Rathaus zu stürmen.

Das Parlament nahm eine Reform der Pensionskassen an, der sich die Lehrergewerkschaft widersetzt. Nach Angaben der Stadtbehörden wurden bei den Zwischenfällen 213 Menschen verletzt, wie die Zeitung "Gazeta do Povo" berichtete, 43 von ihnen seien in Krankenhäuser gebracht worden. Gouverneur Beto Richa erklärte, die Reform ermögliche Einsparungen von monatlich 125 Millionen Reais (39 Mio. Euro).

dpa

Kommentare