Ablehung von Personalräten

Lehrer wollen weiterhin nicht auf Klassenfahrt

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Hannover - Die Personalräte an Gymnasien wollen ihre Klassenfahrten nicht wieder aufnehmen. Die Personalvertretungen im ehemaligen Regierungsbezirk Hannover lehnten am Sonntag in einer Pressemitteilung die Forderung der Kultusministerin Frauke Heiligenstadt ab.

Die Ministerin hatte angekündigt, die Rahmenbedingungen für Schulfahrten zu verbessern und dafür im Gegenzug die Pädagogen aufgefordert, den Boykott der Klassenfahrten aufzugeben. Die Personalräte nannten das ein „Ablenkungsmanöver“.

Heiligenstadt hatte am Freitag nach einem Gespräch mit Gewerkschaften, Lehrerverbänden sowie Eltern- und Schülervertretern erklärt, die Spesenzahlungen für Klassenfahrten verbessern zu wollen. Außerdem sollten Klassen Freikarten und –übernachtungen annehmen dürfen, zudem soll die Zahl der Ausgleichsstunden für die Pädagogen erhöht werden.

Diese Neuregelungen seien „längst überfällig“, stünden aber in keinem Zusammenhang zur Aussetzung der Schulfahrten an drei von vier Gymnasien in Niedersachsen, heißt es in der Erklärung des Plenums der Personalräte der Niedersächsischen Gymnasien (PPNG). „Bei den von der Kultusministerin angekündigten ‚drei weiteren großen Schritten‘, mit denen sie den Lehrkräften entgegenzukommen meint, handelt es sich tatsächlich um Selbstverständlichkeiten, die zeigen, unter welchen inakzeptablen Bedingungen Schulfahrten bisher stattfinden mussten.“ Ursache für das Aussetzen der Schulfahrten sei der Wortbruch und die Arbeitszeitverlängerung durch die Landesregierung. Wenn diese Maßnahmen nicht zurückgenommen werden, gebe es für die Lehrer keinen Anlass, ihre Haltung zu ändern.

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