Eisregen in Frankfurt

Die letzte Rettung lautet „Ebbelwei-Expreß“

+
Als „Eisbrecher" fungiert der sogenannte „Ebbelwei"-Express in Frankfurt am Main. Der sonst für touristische Zwecke genutzte S-Bahn-Wagen wird derzeit dazu genutzt, um die teilweise noch immer vereisten Oberleitungen vom Eis zu befreien.

Frankfurt/Main - Weil die Straßenbahnen in Frankfurt wegen vereister Oberleitungen weiterhin nicht fahren, setzt die Verkehrsgesellschaft VGF historische Wagen aus dem Museum ein.

Die robusten Oldtimer aus den 50er Jahren kommen fast überall durch und sollen mit ihren Stromabnehmern den Eispanzer der Leitungen abkratzen, wie eine Sprecherin mitteilte. Der älteste Oldtimer des Not-Einsatzes wurde zwischen 1949 und 1954 gebaut und fährt sonst unter dem Namen „Ebbelwei-Expreß“ als Touristenbahn.

Nach VGF-Darstellung konnte so am Mittwoch der Verkehr zumindest auf drei Linien wieder aufgenommen werden - zunächst wurden aber nicht alle Stationen angefahren. Eisregen hatte am Sonntag das Frankfurter Straßenbahnnetz komplett zum Erliegen gebracht.

Die eingefrorenen Oberleitungen bereiten den alten Modellen kaum Probleme, weil die Wagen nicht automatisch die Elektronik des Motors herunterfahren, sobald sie für Sekundenbruchteile keinen Strom mehr bekommen. „Die fahren dann einfach weiter“, sagte die Sprecherin. Dagegen bleiben die aktuellen Modelle der Flotte liegen, sobald der Kontakt unterbrochen ist.

Wann die Straßenbahnen in Frankfurt wieder regulär fahren, blieb zunächst unklar. „Die Leitungen frieren immer wieder zu“, sagte die Sprecherin. S- und U-Bahnen fahren allerdings.

dpa

Kommentare