Kampf gegen Hundedreck

London will Hundekot mit DNA zuordnen

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Foto: Im Londoner Stadtteil Barking and Dagenham sollten Hundebesitzer sich künftig besser um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere kümmern. Sonst droht der DNA-Test.

London - In einem Londoner Stadtbezirk sollen Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht ordnungsgemäß beseitigen, künftig per DNA ihres Tieres überführt werden. Dazu sollen alle Hunde in einer entsprechenden Datenbank registriert werden. Ein Verstoß kostet den Hundebesitzer umgerechnet etwa 110 Euro.

Wie BBC News berichtet, sollen im Londener Stadtbezirk Barking & Dagenham ab April 2016 alle Hunde in eine DNA-Datenbank aufgenommen werden. Dazu bedürfe es eines „schnellen, schmerzfreien“ Abstriches mit einem Wattestäbchen – ähnlich wie bei der Suche nach einem Straftäter.

Die DNA aus dem herumliegenden Hundekot soll ab September 2016 mit den Informationen der Datenbank abgeglichen werden. Die Tests seien zu 99,9 Prozent sicher, heißt es. Die DNA-Datenbank wird über den Anbieter PooPrintsUK angeboten, der bereits in den USA tätig ist.

Wer also in den Parks und Straßen vonBarking& Dagenham mittels DNA aus dem Hundehäufchen als "egoistischer" Hundebesitzer überführt wird, soll eine Strafe in Höhe von £ 80 (110 Euro) aufgebrummt bekommen. Immerhin muss sich der Service von PooPrints UK auch refinanzieren: Allein das Registrieren eines Hundes kostet durchschnittlich £29.95, die Kosten für den Datenvergleich liegen bei £69.95. Der Betreiber empfiehlt daher sogar eine Strafe von mindestens £ 100 Pfund.

Nicht ganz klar ist, wie es gelingen soll, wirklich alle Hunde des Stadtbezirks zu registrieren. Auch dürfte die Trefferquote durch die Hinterlassenschaften von Besucherhunden eingetrübt werden. Vielleicht ließen sich die finanziellen Ausfälle ja durch das Einführen einer Poo-Steuer mindern.

ska

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