Co-Pilot der Germanwings-Unglücksmaschine

Lubitz in aller Stille beerdigt

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Aufnahme von Andreas Lubitz von 2009

Montabaur - Drei Monate nach dem Absturz der Germanwings-Maschine mit der Flugnummer4U9525 ist Co-Pilot Andreas Lubitz beigesetzt worden. Bei der Katastrophe waren 150 Menschen gestorben.

Am Sonnabend wurde Andreas Lubitz "in aller Stille" in seiner Heimatstadt Montabaur (Rheinland-Pfalz) beerdigt. Das berichtete die "Rhein-Zeitung" am Montag. Sie habe zwei Tage mit der Veröffentlichung dieser Information gewartet, "damit seine Familie und seine Freunde in Ruhe Abschied von ihm nehmen konnten", erklärte Chefredakteur Christian Lindner in der Zeitung.Die Redaktion habe außerdem darauf verzichtet, Fotos von der Beerdigung zu machen. "Stattdessen setzen wir in der knappestmöglichen Form einen Schlusspunkt in diesem Drama um Flug 4U 9525." Die Zeitung berichtete nur in einem Satz, dass Andreas Lubitz seine letzte Ruhe gefunden habe. "Damit Privates privat bleibt und nicht ohne Not und ohne Sinn öffentlich wird." Die Stadt bestätigte im Laufe des Montags die Beisetzung von Lubig.

Der voll besetzte Airbus war am 24. März in den französischen Alpen zerschellt. Keiner der 150 Insassen überlebte den Absturz. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte Co-Pilot Andreas Lubitz den Absturz absichtlich herbeigeführt. Die Auswertung der Flugschreiber hatte ergeben, dass der 27-Jährige den Kapitän der Maschine aussperrte und einen Sinkflug einleitete. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft in Frankreich soll Andreas Lubitz unter der "handfesten Psychose" gelitten haben, dass er sein Augenlicht verlieren und damit seinen Traumberuf Pilot nicht mehr würde ausüben können.

wer / dpa

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