Gaza-Konflikt

Lufthansa streicht Flüge nach Tel Aviv

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Frankfurt - Jetzt hat der Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gaza-Streifen die internationale Luftfahrt erreicht. Angesichts des Raketenbeschusses auf Tel Aviv wird vielen Airlines der Anflug auf Israel zu riskant. Auch die Lufthansa und Air France sagen Flüge ab.

Eine Reihe europäischer und amerikanischer Fluggesellschaften haben wegen der Raketengefahr ihre Flüge nach Tel Aviv vorübergehend eingestellt. Zunächst untersagte am Dienstag die US-Luftfahrtbehörde FAA allen US-Gesellschaften die Flüge. Kurz darauf setzten auch die Deutsche Lufthansa und alle Gesellschaften der Lufthansa Group sowie Air France ihre Linienflüge zum Airport Ben Gurion, dem wichtigsten internationalen Flughafen Israels, aus. Das FAA-Verbot gelte für den Ben-Gurion-Flughafen für eine Dauer von 24 Stunden, teilte die US-Behörde am Dienstag mit. Betroffen seien Starts und Landungen von US-Maschinen. Man habe sich zu diesem Schritt nach einem Raketeneinschlag am Dienstagmorgen rund 1,6 Kilometer vom Airport Ben Gurion entfernt entschieden, teilte die FAA mit.

Die US-Fluglinien Delta und US Airways stoppten daraufhin ihre Flüge. Delta suspendierte ihre Israelverbindungen bis auf weiteres. Eine mit rund 300 Menschen besetzte Delta-Maschine in Richtung Tel Aviv sei am Dienstag nach Paris umgeleitet worden, teilte das Unternehmen mit. US Airways strich zunächst einen Israel-Flug am Dienstag. Nach einem Bericht des TV-Senders NBCberät die Linie über ihr weiteres Vorgehen.

Das Weiße Haus hatte noch kurz zuvor erklärte, es gebe keine generelle Weisung oder Empfehlung der Luftfahrtbehörde. Die Entscheidung über Einstellung der Verbindungen nach Israel liege bei den einzelnen Fluglinien. Nach Delta und US Airways strich auch die zweitgrößte europäische Gesellschaft Air France bis auf Weiteres alle Flüge nach Tel Aviv. "Die Sicherheit unserer Passagiere und Besatzungen bleibt unsere oberste Priorität", kommentierte eine Sprecherin am Dienstagabend ohne Einzelheiten zu der Entscheidung zu nennen. Experten von Air France beobachteten die Situation vor Ort in Echtzeit.

Aufgrund der unsicheren Lage am Flughafen Ben Gurion entschied auch die Lufthansa Group, Flüge ihrer Fluggesellschaften von und nach Tel Aviv für die nächsten 36 Stunden einzustellen. Dies gilt für alle Flüge im genannten Zeitraum für die Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines und Swiss, teilte die Gruppe am Abend mit. Aus Frankfurt, Berlin, München, Zürich und Wien bietet die Lufthansa-Gruppe laut Flugplan sieben bis zehn Flüge täglich nach Tel Aviv an.

Die radikal-islamistische Hamas beschießt Israel seit zwei Wochen massiv mit Raketen aus dem Gazastreifen. Bei der Entscheidung über die Einstellung Flüge könnte auch der mutmaßliche Abschuss eines malaysischen Flugzeuges über der Ukraine eine Rolle gespielt haben.

dpa

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