Popstar berichtet über Anfänge in New York

Madonna: „Ich wurde beraubt und vergewaltigt“

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Popstar Madonna berichtet in einem US-Magazin, dass sie zu Beginn ihrer Karriere in New York vergewaltigt wurde.

New York - Als Popstar Madonna als junge Frau nach New York kommt, ist alles anders, als sie sich erhofft. Ein US-Magazin veröffentlicht einen Beitrag, in dem die Sängerin erzählt warum.

Superstar Madonna (55) hat preisgegeben, dass sie als junge Frau in New York beraubt und vergewaltigt worden ist. Sie sei in ihrem ersten Jahr in der Millionenstadt mit gezücktem Messer auf eine Dachterrasse gezwungen und dort missbraucht worden, schrieb die Sängerin laut „Harper's Bazaar“ in der Novemberausgabe des US-Magazins. Es veröffentlichte Auszüge des Beitrags am Samstag online.

Ihr Traum von einer Karriere als Tänzerin habe sie 20-jährig aus ihrem Heimatstaat Michigan im Norden der USA nach Manhattan gelockt, berichtet die „Queen of Pop“ demnach weiter. Drei Mal sei damals bei ihr eingebrochen worden, obwohl sie nichts von Wert besessen habe, erinnert sich das „Material Girl“. „Aber ich war trotzig. Wild entschlossen, zu überleben, es zu schaffen“.

Gut drei Jahrzehnte später lebt die Sängerin, Schauspielerin und Filmemacherin mit ihren vier Kindern in einem Millionenanwesen mit Blick auf den New Yorker Central Park. Ihren Erfolg begründet sie unter anderem mit einem ausgeprägten Hang zum Rebellieren. „Ich mag provozieren. Das liegt in meiner DNA“, schreibt Madonna laut dem Magazin. Aber „in neun von zehn Fällen“ gebe es einen Grund für ihre Rebellion.

Dem Durchbruch als Popstar folgten Veränderungen im Privatleben. „Mit 35 war ich geschieden und auf der Suche nach Liebe, aber immer an der falschen Stelle.“ Erst mit der Kabbala, einer mystischen Tradition des Judentums, sei sie zur Besinnung gekommen. Nach einer zweiten Ehe, mehreren Jahren in London und der Adoption von zwei Kindern aus Afrika - neben zwei leiblichen -, lebt sie wieder in New York.

„Ich versuche, sie (die Kinder) dazu anzuhalten, eigene Wege zu gehen und wagemutig zu sein, aus Überzeugung zu handeln und nicht, weil andere es so tun.“ Sie habe mit dem Filmemachen begonnen, „wahrscheinlich die größte Herausforderung und Erfüllung in meinem Leben“, schreibt Madonna demnach weiter. Außerdem fördere sie den Bau von Mädchenschulen in islamischen Ländern, studiere den Koran und andere heilige Schriften. „Was sagt mir mein Freund Jaman immer? 'Ein guter Moslem ist ein guter Jude, und ein guter Jude ist ein guter Christ'“.

dpa

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