Explosion verhindert

Mädchen finden Munition in Osterfeuer

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In einem Osterfeuer haben zwei Mädchen Gewehrpatronen gefunden. Das Feuer wurde daraufhin abgesagt.

Twistringen - Zwei Mädchen haben in einem aufgeschichteten Osterfeuer in Twistringen (Landkreis Diepholz) Munition entdeckt und damit womöglich eine Explosion mit mehreren Verletzten verhindert. In das rund 20 Zentimeter lange Holzstück waren neun Löcher gebohrt, in denen neun Gewehrpatronen steckten.

Das Holzstück wurde am Donnerstag entdeckt und das für Sonntag geplante Osterfeuer daraufhin abgesagt, wie die Polizei in Diepholz am Dienstag mitteilte. Weitere explosive Gegenstände wurden nicht gefunden.

Die Polizei geht von einem kriminellen Hintergrund aus. „So etwas landet da nicht zufällig. Das hat sich jemand ausgedacht“, sagte der Diepholzer Polizeisprecher Andrik Hackmann. Er geht davon aus, dass es zu einer Explosion mit mehreren Verletzten gekommen wäre, wenn das rund 20 Zentimeter lange Stück eines Baumstamms in Brand geraten wäre. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Herbeiführens einer Explosion aufgenommen.

Das Osterfeuer war vom Schützenverein in Twistringen-Altenmarhorst organisiert worden. "Das ist kein Dummejungenstreich, sondern eine ernste Sache", sagte Timo Diekmann gegenüber dem NDR. Auch der Bürgermeister zeigte sich fassungslos. "Wir stehen alle noch unter Schock", sagte Manfred Rickers (CDU).

dpa/sag

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