Nach gewaltsamen Tod

Mahnwache für getöteten Streitschlichter in Kirchweyhe

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Foto: Mit einer Mahnwache haben die Menschen in Kirchweyhe des getöteten 25-Jährigen gedacht.

Kirchweyhe - Mit einer Mahnwache haben am Sonnabend knapp 1000 Menschen am Bahnhof in Kirchweyhe erneut ihre Betroffenheit über den gewaltsamen Tod eines 25-Jährigen zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig trafen sich etwa 80 Anhänger der Partei Die Rechte am Rathaus der kleinen Gemeinde zu einer Kundgebung unter dem Motto „Gegen Versammlungsverbote“.

Es sei bisher alles ruhig und friedlich geblieben, sagte ein Sprecher der Polizei am Nachmittag. Die Gemeinde hatte den Aufmarsch der Rechten zunächst untersagt. Das Verwaltungsgericht Hannover hob die Verbotsverfügung auf Eilantrag der Partei auf. Ein großes Polizeiaufgebot sicherte beide Veranstaltungen.

Der 25-Jährige hatte vor zwei Wochen versucht, einen Streit zu schlichten und war daraufhin am Bahnhof in Kirchweyhe angegriffen worden. Wenige Tage später starb er an seinen Verletzungen. Ein 20-Jähriger mit türkischem Migrationshintergrund sitzt seither wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Der mutmaßliche Täter war bereits früher mit Gewalttaten aufgefallen.

Vor einer Woche hatten sich rund 1500 Menschen zu einer Trauerfeier versammelt und Kerzen und Blumen an den Tatort gestellt. „Die Tat offenbart eine Brutalität, die unerträglich ist“, sagte Bürgermeister Frank Lemmermann (SPD) am vergangenen Sonnabend. Das Opfer war am Mittwoch im Familienkreis beerdigt worden.

dpa

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