Wohnungsmarkt

Maklergebühren sollen neu geregelt werden

Hannover - Maklerkosten sollen künftig nicht mehr vom Mieter, sondern vom Vermieter getragen werden. Dafür zeichnet sich im Bundesrat eine breite Mehrheit ab - den Vorstoß von Hamburg wollen nun neben Nordrhein-Westfalen auch andere Länder mittragen. Das niedersächsische Justizministerium hat die Initiative kritisiert.

Hamburg kann mit einer breiten Mehrheit für eine Bundesratsinitiative zur Neuregelung der Maklergebühren rechnen. Nach Informationen der „Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) zeigen sich die Bundesländer Bremen, Schleswig-Holstein, Berlin, Baden-Württemberg und Brandenburg aufgeschlossen für den Vorschlag, künftig Vermieter und nicht Mieter die Maklerkosten zahlen zu lassen. „Wenn das für Wohnungssuchende tatsächlich die Kosten reduziert, könnte Berlin die Initiative unterstützen", sagte eine Sprecherin der Berliner Stadtentwicklungsbehörde. Aus Schleswig-Holstein heißt es dazu: „Im Grundsatz ist die Zielrichtung der geplanten Änderung zu begrüßen." Im ersten Quartal 2013 will Hamburg die Initiative in den Bundesrat einbringen. Bis dahin versucht Hamburg, die Zustimmung möglichst vieler anderer Länder zu gewinnen. Nordrhein-Westfalen hat seine Unterstützung bereits zugesagt.

Das niedersächsische Justizministerium hat die Initiative zur Neuregelung der Maklergebühren hingegen kritisiert. Es dürfe keinen Zwang geben, die Gebühren für den Makler ausschließlich dem Vermieter in Rechnung zu stellen, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Hannover. In dem Fall bestünde die Gefahr, dass die Kosten einfach auf die Miete umgeschlagen würden.

dapd/dpa

Kommentare