Auto in Flammen

Mann aus Hannover stirbt bei Unfall auf B6

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Foto: Als die Feuerwehr kurz vor Mitternacht zur Unfallstelle kam, stand der Wagen in Flammen.

Hannover/Sarstedt - Ein 23 Jahre alter Autofahrer ist auf der Bundesstraße 6 kurz vor Sarstedt nach einem Unfall in seinem Wagen verbrannt. Nach Angaben der Polizei kommt der Mann aus Hannover.

Ein 23-jähriger Hannoveraner ist in der Nacht zu Donnerstag in seinem Auto verbrannt. Bei einem Unfall auf der Bundesstraße 6 bei Sarstedt war der junge Mann, der nach HAZ-Informationen aus Mittelfeld stammt, hinter dem Steuer seines VW Golf eingeklemmt worden. Zwei 22 und 24 Jahre alten Hildesheimer versuchten noch, ihn aus dem Fahrzeug zu befreien. Die eingedrückte Fahrertür ließ sich jedoch nicht öffnen. Dann geriet plötzlich der Fußraum des Wagens in Flammen. Wenig später brannte das gesamte Auto. Die beiden Ersthelfer konnten nur noch zusehen.„Die beiden Zeugen waren wahnsinnig geschockt“, sagt Einsatz- und Streifendienstleiter Frank Müller von der Polizei Sarstedt. Nach Aussage der beiden lebte der 23-Jährige noch, als das Feuer ausbrach. Die Flammen hätten sich extrem schnell ausgebreitet.

Die beiden Hildesheimer waren wie der 23-Jährige auch auf der B 6 in Richtung Süden unterwegs gewesen. Als sie den verunglückten Wagen am Straßenrand bei Sarstedt-Hilsede sahen, hielten sie sofort an, wählten den Notruf und versuchten, Hilfe zu leisten. Das war gegen 23.45 Uhr.Als die Feuerwehren aus Gleidingen und Hotteln um 23.49 Uhr am Unfallort eintrafen, stand der Golf bereits hell in Flammen. Nachdem der Brand mit viel Schaum gelöscht war, konnten die Einsatzkräfte nur noch die Leiche bergen. Sie musste mit Schere und Spreizer aus dem Wrack herausgeschnitten werden. Der Körper war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Warum der Wagen in Brand geriet, ist noch unklar. Die Polizei vermutet, dass durch den heftigen Unfall die Benzinleitungen beschädigt wurden und der Tankinhalt auslief. „Durch die Erschütterungen ist das nicht auszuschließen“, sagt Polizeisprecher Müller.

Nach ersten Erkenntnisse der Ermittler war der 23-Jährige mit seinem Golf bei hoher Geschwindigkeit in die Mittelplanke geraten. Nach der Kollision habe sich das Auto um die Längsachse gedreht und sei mehr als 100 Meter über die Fahrbahn geschleudert worden, berichtet Müller. In einem Graben überschlug sich das Fahrzeug und prallte gegen einen Baum.

Auch die Unfallursache steht noch nicht fest. „Es gibt keine Hinweise auf einen technischen Defekt am Fahrzeug“, sagt Müller. Zudem schließen die Ermittler derzeit auch Fremdeinwirkung aus. Sie glauben, dass kein anderes Fahrzeug beteiligt war. Der 23-Jährige war allein in seinem Auto. Um den Unfallhergang zu rekonstruieren, sucht die Polizei Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben. Diese werden gebeten, sich bei der Polizei unter (0 50 66) 98 50 zu melden.

Christian Link

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