Bahnhof Rotterdam evakuiert

Mann im Thalys-Zug überwältigt

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Foto: Polizisten einer Spezialeinheit nehmen den Verdächtigen im Thalys fest. Dieser hatte sich zuvor in der Zugtoilette verschanzt.

Rotterdam - Schwerbewaffnete Sondereinheiten der niederländischen Polizei haben einen Mann überwältigt, der sich stundenlang im internationalen Zug Thalys am Rotterdamer Hauptbahnhof verschanzt hatte. Der Fall weckt unangenehme Erinnerungen an den Vorfall von vor vier Wochen.

Der Mann sei festgenommen worden, bestätigte eine Polizeisprecherin am Freitag. Unklar war zunächst noch, ob der Mann bewaffnet gewesen ist. Am Morgen hatte die Polizei den Hauptbahnhof von Rotterdam teilweise gesperrt und den Thalys evakuiert. Polizeikräfte und eine schwer bewaffnete Anti-Terroreinheit hatten den Zug dann umzingelt. Alle Passagiere konnten den Zug verlassen.

Kurz vor dessen Abfahrt auf dem Weg von Amsterdam nach Paris, kurz vor sieben Uhr, war der Mann nach Angaben der Polizei in den Zug gesprungen. Er hatte sich daraufhin in der Toilette eingeschlossen. Berichte von Augenzeugen, dass der Mann bewaffnet sei, konnte die Polizei vorerst nicht bestätigen. Der Betreiber des Thalys meldete auf Twitter: "Sicherheitskräfte haben alles unterKontrolle. Alle Passagiere in Sicherheit."

Am Morgen hatte die Polizei den Hauptbahnhof von Rotterdam teilweise gesperrt und eine schwer bewaffnete Anti-Terroreinheit den Zug umzingelt.

Quelle: Jerry Lampen

Im August, auf den Tag genau vor vier Wochen, hatten Passagiere in einem Thalys auf dem Weg von Brüssel nach Paris einen bewaffneten Mann überwältigt und einen möglichen Terroranschlag verhindert. Dabei waren mehrere Menschen verletzt worden.

dpa

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