Mindestens 80 Tote bei Tropenstürmen

„Manuel“ und „Ingrid“ verwüsten Mexiko

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Foto: Der Flughafen von Acapulco bleibt wegen der Wassermassen derzeit geschlossen.

Mexiko-Stadt - Mexiko kämpft gegen die Naturgewalten. Der Hurrikan "Ingrid" und der Tropensturm "Manuel" richten im Osten und Westen des Landes schwere Verwüstungen an. Mindestens 80 Menschen kommen ums Leben.

Heftige Tropenstürme verheeren die Pazifik- und Golfküste von Mexiko. Vor allem im Bundesstaat Guerrero im Westen und in Veracruz im Osten des Landes sorgten der Hurrikan "Ingrid" und der Tropensturm "Manuel" für schwere Schäden. Mindestens 80 Menschen kamen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben, wie Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mitteilte.

Allein bei einem Erdrutsch in dem Dorf La Pintada in Guerrero seien 18 Menschen ums Leben gekommen, sagte Bürgermeister Ediberto Tabárez im Fernsehsender Milenio Televisión. Dutzende weitere würden vermisst.

Der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, sprach von einem nationalen Notstand. Im ganzen Land mussten rund 39 000 Menschen ihre Häuser verlassen und Schutz in Notunterkünften suchen. Der Verband der Bauunternehmer rechnet allein mit Straßenschäden in Höhe von 40 Milliarden Peso (2,3 Mrd. Euro), wie die Zeitung "Reforma" berichtete.

Am Mittwoch setzten die Streitkräfte ihre Aufräumarbeiten fort. Die Behörden hofften, bis Freitag zumindest die Autopista del Sol zwischen Mexiko-Stadt und Acapulco wieder freizubekommen, um Hilfsgüter in den bislang von der Außenwelt abgeschnittenen Badeort bringen zu können. Zunächst mussten allerdings Tausende Touristen Acapulco über eine Luftbrücke verlassen. Die Behörden schätzten, dass rund 40 000 Touristen in Acapulco festsitzen. Wegen Überflutungen und Erdrutschen sind die wichtigsten Zufahrtstraßen blockiert, das Flughafen-Terminal steht unter Wasser. "Es halten sich auch einige wenige Deutsche in dem Katastrophengebiet auf", sagt der Sprecher der deutschen Botschaft in Mexiko, Christoph Breunig. "Wir stehen mit ihnen in Kontakt."

Allerdings stammte der Großteil der Touristen offenbar aus Mexiko-Stadt. Viele Menschen hatten das verlängerte Wochenende des mexikanischen Unabhängigkeitstags am Montag für einen Kurzurlaub genutzt. Zahlreiche Hotels in dem Badeort waren nach dem Sturm ohne Strom und Wasser.

"Manuel" zog am Mittwoch die Küste des Bundesstaates Sinaloa im Westen des Landes hinauf Richtung Baja California und gewann erneut an Kraft. Die mexikanische Regierung sprach für die Region eine Hurrikanwarnung aus. Der Sturm werde voraussichtlich am Donnerstag (Ortszeit) nahe der Stadt La Paz auf Land treffen und heftigen Regen mit sich bringen

dpa

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