Rettungsmedaille für Kindergärtnerin

McAllister will „Heldin von Osterwald“ ehren

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Foto: Ministerpräsident David McAllister will die mutige Erzieherin von Osterwald mit der niedersächsischen Rettungsmedaille ehren.

Osterwald - Nach dem dramatischenSturz eines Kindergarten-Kindes in einen metertiefen Schacht, soll die Retterin des Jungen für ihren Mut ausgezeichnet werden. Warum das Kind in die Tiefe fiel, bleibt rätselhaft. Ein Spalt zwischen Baumstämmen könnte der Grund sein.

Für ihre mutige Rettung eines kleinen Jungen aus einem alten Bergwerksschacht soll eine 37-jährige Kindergärtnerin mit der niedersächsischen Rettungsmedaille geehrt werden. Ministerpräsident David McAllister (CDU) habe persönlich vorgeschlagen, die als „Heldin vom Osterwald“ gefeierte Erzieherin auszuzeichnen, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei am Mittwoch. Die Frau hatte einem Dreijährigen das Leben gerettet, der 25 Meter tief in den schlecht gesicherten Schacht bei Osterwald im Weserbergland gestürzt war. Sie sprang hinterher und hielt das Kind bis zur Bergung eineinhalb Stunden lang im eiskalten Wasser am Grund des Schachtes an der Oberfläche.

„Die Frau hat dem Kind mit ihrer herausragend couragierten Leistung des Leben gerettet“, sagte McAllisters Sprecher Oliver Wagner. Der Ministerpräsident wolle sie für diesen Einsatz möglichst bald persönlich auszeichnen.

Wer Schuld daran ist, dass der kleine Junge am Montag während eines Waldausflugs des evangelischen Kindergartens aus dem nahen Oldendorf in den Schacht stürzen konnte, ist weiter unklar.

Nach ersten Untersuchungen des Landsamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) war der Schacht bei einer Kontrolle durch die Landesforsten im Mai dieses Jahres noch mit mehreren Lagen Baumstämmen gesichert. Vermutlich sei die Abdeckung danach verändert worden, schrieb das Amt am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Diese Veränderung hat nach Angaben der Polizei dazu geführt, dass zwischen den Baumstämmen ein Spalt entstand, durch den das Kind in die Tiefe fallen konnte. „Es gibt bislang aber keine Anhaltspunkte dafür, dass jemand diese Veränderung mit Absicht herbeigeführt hat“, sagte Sprecher Jörn Schedlitzki. Deshalb werde nach wie vor auch nicht strafrechtlich ermittelt.

Bei dem Schacht handelt es sich um das „Lichtloch II“ des 1926 stillgelegten Steinkohlebergwerkes Osterwald. Er hatte ursprünglich sogar eine Tiefe von rund 75 Metern.

Dem geretteten Jungen und der Kindergartenmitarbeiterin gehe es körperlich gut, teilte ein Sprecher der Kirchensprengels Hildesheim-Göttingen mit. Sie und ihre Familien bräuchten jetzt aber Zeit, Ruhe und professionelle Unterstützung, um die Ereignisse zu verarbeiten.

Die niedersächsische Rettungsmedaille wird an Menschen vergeben, die jemanden unter Einsatz des eigenen Lebens aus Lebensgefahr retten. In den vergangenen vier Jahren haben sie insgesamt 25 Personen bekommen.

dpa

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