Größtes Containerschiff der Welt

Mega-Schiff "MSC Zoe" in Hamburg getauft

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Hamburg - Die Ankunft der "MSCZoe"verfolgten Hunderte von Zuschauern, die Schiffstaufe fand dann im kleineren Kreis statt. Trotz zunehmender Kritik üben die Mega-Schiffe auf viele Menschen große Faszination aus.

Das größte Containerschiff der Welt ist am Sonntag in Hamburg auf den Namen "MSC Zoe" getauft worden. Taufpatin und Namensgeberin war die vierjährige Zoe Vago, eine Enkelin des Firmengründers und MSC-Vorstandsvorsitzenden Gianluigi Aponte. Die ersten beiden Schiffe der Olympic-Klasse tragen die Namen zweier anderer Aponte-Enkel, Oscar und Oliver. Das vierte Enkelkind Maya hat noch kein Schiff mit dem eigenen Namen. Der 395,40 Meter lange Frachter "MSC Zoe" ist der dritte in einer Serie von 20 Schiffen, die auf der Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut werden.

Mit einer Tragfähigkeit von 19.224 Standardcontainern (TEU) übertreffen sie die bisherigen Rekordhalter, die "CSCL Globe" und ihre Schwesterschiffe, um ungefähr 200 Container.

Die "MSC Zoe" war am Samstag am Nachmittag die Elbe aufwärts gefahren und hatte zahlreiche Zuschauer ans Elbufer gezogen. Vor der Einfahrt zum Waltershofer Hafen musste das Riesenschiff wenden und wurde dann rückwärts an die Kaikante des Containerterminals von Eurogate gezogen. Viele Schaulustige verfolgten bei angenehmem Sommerwetter das Manöver von Barkassen und Booten. Bei der Ankunft spielten die Schiffshörner die Melodie des Films "Star Wars".

Das Spektakel rief auch die Kritiker der Großschiffe auf den Plan. "Man versucht mit der Brechstange zu demonstrieren, dass der Hamburger Hafen auch künftig mit Mega-Containerschiffen angefahren werden kann", sagte Manfred Braasch vom BUND Hamburg. Dabei würden Einschränkungen und Risiken ausgeblendet. Erst Anfang Juli sei das 336 Meter lange Containerschiff "NYK Olympus" wegen eines technischen Schadens komplett aus dem Ruder gelaufen und hatte sich im Elbstrom um 180 Grad gedreht.

Voraussichtlich am späten Montagabend sollte die "MSC Zoe" Hamburg in Richtung Antwerpen und Asien verlassen.

dpa

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