Steuerhinterziehung

Mehr als 1700 Selbstanzeigen in Niedersachsen

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Foto: Die Selbstanzeigen sind gegenüber den Vorjahren nicht wie erwartet zurückgegangen.

Hannover - Im ersten Halbjahr 2015 haben sich in Niedersachsen 1709 Steuerbetrüger selbst bei den Finanzämtern angezeigt. Dies teilte am Dienstag das Finanzministerium in Hannover mit. Damit seien die Selbstanzeigen nicht im erwarteten Umfang zurückgegangen, sondern immer noch auf einem überraschend hohen Niveau.

2014 waren in Niedersachsen 3797 Selbstanzeigen bei den Finanzämtern eingegangen. 2013 waren es 2862. "Die beschlossenen Verschärfungen zur strafbefreienden Selbstanzeige haben ihre Wirkung nicht verfehlt", sagte Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD). Das Land werde seinen strikten Kurs gegen Betrüger konsequent fortsetzen. Insbesondere die personelle Verstärkung der Finanzämter in Sachen Außenprüfung setze ein deutliches Signal.

Seit Anfang des Jahres ist es für Steuerbetrüger schwieriger, mit einer Selbstanzeige straffrei davonzukommen: Steuerbetrug ist nur bis zu einer hinterzogenen Summe von 25. 000 Euro straffrei, zuvor hatte die Grenze bei 50.000 Euro gelegen.

Positiv entwickelten sich in den ersten sechs Monaten auch die Staatseinnahmen aus den Ankäufen von Daten-CDs aus der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein. Bis Ende Juni registrierte der Fiskus rund 294 Millionen Euro. Das Land hatte sich an den Datenankäufen mit 855.000 Euro beteiligt.

dpa

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