Europawahl

Mehr als 80.000 Freiwillige helfen bei Wahl

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Hannover - Knapp eine Woche vor den Europa- und Kommunalwahlen haben sich genügend freiwillige Helfer gemeldet. Mehr als 80.000 Wahlhelfer werden am 25. Mai in Niedersachsen im Einsatz sein. Bremen hat dagegen noch Bedarf.

Knapp eine Woche vor den Kommunal- und Europawahlen sind in Niedersachsen fast alle Wahlhelferposten besetzt. Mehr als 80.000 freiwillige Bürger werden am 25. Mai in den mehr als 9000 Wahlbezirken für einen reibungslosen Ablauf sorgen, sagte Landeswahlleiterin Ulrike Sachs in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Komplizierter gestaltet sich die Lage dagegen in Bremen. Nach Angaben des dortigen Wahlamtes fehlen noch etwa 100 Wahlhelfer.

Vor allem im Stadtteil Bremen-Nord würden noch Freiwillige gesucht. „Der ist immer unser Sorgenkind“, sagte Carola Janssen vom Wahlamt. Insgesamt werden für die Stadt Bremen rund 2900 Wahlhelfer gebraucht. Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes seien daher hinzugezogen worden. Bislang sind rund 28 000 Briefwahlanträge eingegangen. „Das sind nicht so viele wie bei einer Bundestagswahl“, hieß es. Die Wahlbeteiligung bei einer Europawahl sei stets niedriger als bei Bundestags- oder Landtagswahlen, sagte Janssen.

Weniger problematisch gestaltet sich die Suche nach Wahlhelfern in Niedersachsen. „Ich mache das nicht zum ersten Mal. Schon bei den vergangenen Landtagswahlen hatten wir keine Probleme, und bis jetzt hat sich auch noch keine Kommune bei mir gemeldet“, sagte Sachs. Im Gegenteil: Bereits jetzt hätten sie viele E-Mails erreicht, in denen sich zahlreiche Bürger sogar zum wiederholten Mal angemeldet hätten. „Niedersachsen ist sehr ländlich geprägt. Viele Wahlhelfer kennen sich untereinander, und die Leute freuen sich, ihre nette Wahl-Truppe wiederzusehen“, sagte sie.

Dabei sorgen vielerorts nicht nur die Freiwilligen für einen reibungslosen Ablauf am Wahlsonntag. Vor allem die Wahlvorstände oder Schriftführerposten werden vornehmlich mit erfahrenen städtischen Mitarbeitern besetzt. „Bei uns werden die Freiwilligen dagegen hauptsächlich als Beisitzer agieren. Erfahrene Wahlhelfer können aber auch andere Posten bekleiden“, sagte Ines Tammen vom Oldenburger Wahlbüro. Anders ist es in Celle. „80 Prozent der bei uns helfenden Bürger sind freiwillig aktiv. Wir sind also stark auf diese Leute angewiesen. Daher werden sie nicht nur als Beisitzer aktiv sein, sondern auch andere Funktionen übernehmen“, sagte Celles Wahlleiterin Kathrin Friedrich.

Für jeden Wahlhelfer gibt es eine gesetzlich festgelegte Aufwandsentschädigung von 25 Euro. Manche Städte wie Langenhagen versuchen, die Freiwilligen mit zusätzlichen Angeboten zu locken. „Für die Jüngsten und die Ältesten gibt es kleine Geschenke. Außerdem bekommen alle Wahlhelfer bei uns 35 Euro, also zehn Euro mehr als vorgeschrieben“, sagte Wahlleiterin Jana Steimann.

Doch nicht überall dürfen die Wahlhelfer auf Boni hoffen. "Natürlich gibt es für jeden Helfer die vorgeschriebene Entschädigung. „Geschenke werden bei uns aber nicht verteilt“, sagte Friedrich.

dpa

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