Zuwachsrate über Bundesdurchschnitt

Mehr Ausländer in Niedersachsen als je zuvor

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Hannover - Nie zuvor haben in Niedersachsen so viele Ausländer gelebt wie heute. Zum Jahresende 2014 erfasste das Ausländerzentralregister fast 571.000 Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden ist die Zahl der Ausländer im Vergleich zu 2013 um rund 45 000 oder 8,6 Prozent gestiegen. Dies ist die höchste Steigerungsrate der vergangenen Jahre. Im Zentralregister werden auch Flüchtlinge und Asylbewerber erfasst.

In Niedersachsen lag die Zuwachsrate über dem Bundesdurchschnitt. Wie das Amt am Montag berichtete, erhöhte sich die Zahl des Ausländer bundesweit im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent oder 519 300 Menschen auf gut 8,15 Millionen.

Der Anteil der Ausländer in Niedersachsen liegt trotz des deutlichen Zuwachses mit 6,5 Prozent weiter unter dem Bundesdurchschnitt (8,95 Prozent). Die anteilmäßig meisten Ausländer leben in Berlin (13,7 Prozent), Hamburg (13,5) und Bremen (12,8 Prozent). Die wenigsten Ausländer gibt es in Thüringen (2,2) Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt (jeweils 2,4 Prozent).

Von den in Niedersachsen lebenden Ausländer stammen 438.000 aus Europa, knapp 259.000 davon aus Ländern der EU. Die größte Ausländer-Gruppe sind Türken (92.000 Menschen) vor Polen (75.000), Niederländern (30.000), Italienern (26.000) und Rumänien (22.000).

Aus Asien stammen 89.000 der in Niedersachsen lebenden Ausländer. Die Syrer stellen dabei mit 17.000 die größte Gruppe. Aus dem Irak kommen 10.000 Menschen.

dpa

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