Terror-Serie

Mehr als 50 Menschen sterben bei Anschlägen in Bagdad

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Foto: Vor allem schiitische Stadtteile waren von den Anschlägen betroffen.

Bagdad - Mitten in den Festlichkeiten zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan hat eine blutige Serie von Autobombenanschlägen die irakische Hauptstadt Bagdad erschüttert. Mindestens 50 Menschen wurden dabei am Samstag getötet, 140 weitere verletzt, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die Sprengsätze detonierten in vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteilen. Ziel der Anschläge seien Restaurants, Märkte und ein Freizeitpark gewesen, wo sich zum Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) zahlreiche Menschen aufhielten, berichteten Sicherheitskreise.

Die Gewalt in dem instabilen Land hat zuletzt wieder stark zugenommen. Nach UN-Angaben war der Juli mit mehr als 1000 getöteten Menschen der blutigste Monat seit gut fünf Jahren im Irak. Der Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten war nach dem Abzug der US-Truppen vor eineinhalb Jahren neu ausgebrochen. Viele sunnitische Muslime, die unter dem Regime des gestürzten Diktators Saddam Hussein zur Machtelite gehörten, fühlen sich heute benachteiligt und von dem schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki diskriminiert.

dpa

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