Bildung

Mehr Mitarbeiter an Niedersachsens Hochschulen

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Die Leibniz-Uni in Hannover gehört zu den größten Hochschulen in Niedersachsen.

Hannover - Rund 60 Prozent der Studienbeiträge werden an den niedersächsischen Hochschulen in zusätzliches Personal investiert. Dabei hat sich auch der Frauenanteil unter den Hochschulmitarbeitern erhöht.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Mitarbeiter an den Hochschulen und Hochschulkliniken in Niedersachsen erneut gestiegen, und zwar um 2,9 Prozent auf 48172. Das berichtete der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN). Damit ist der Personalstamm innerhalb von zehn Jahren um insgesamt mehr als 23 Prozent gewachsen.

Grund dafür sei der Ausbau des Hochschulstandortes Niedersachsen, sagte der Sprecher des Wissenschaftsministeriums, Rüdiger Fischer, der Nachrichtenagentur dpa. Dabei setzten die Hochschulen rund 60 Prozent der Studienbeiträge für zusätzliches Personal ein, was die Betreuungssituation der Studenten verbessere. In Niedersachsen gab es 2011 rund 162 000 Studenten, fast acht Prozent mehr als 2010.

Maßgeblich für den Beschäftigten-Zuwachs an den Hochschulen war nach LSKN-Angaben vor allem die zusätzliche Einstellung von Personal für Lehre und Forschung. Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich stieg innerhalb von zehn Jahren um rund 40 Prozent auf 24 810. Im vergangenen Jahr waren an den Hochschulen zudem 23 362 Menschen unter anderem als Verwaltungs- oder technisches Personal beschäftigt. Dies waren 9,6 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.

Von den knapp 3500 Professuren hatten Frauen im vergangenen Jahr einen Anteil von 24,1 Prozent, das sind 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der weiter gestiegene Frauenanteil sei eine Folge der nachhaltigen Berufungspolitik der niedersächsischen Hochschulen, sagte Ministeriumssprecher Fischer.

Beim wissenschaftlichen Personal mit insgesamt 12615 Beschäftigten betrug der Frauenanteil 40 Prozent, bei den 4800 Lehrbeauftragten knapp 37 und bei den wissenschaftlichen Hilfskräften knapp 55 Prozent.

dpa

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