Wacken Open Air beginnt

Metalfans feiern bei Regen und Matsch

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Foto: Stephan Bumann, musikalischer Leiter des Feuerwehrmusikkorps Wacken, am 29. Juli 2015 auf dem Wacken Open Air auf der Bühne.

Wacken - Noch bevor das Metal-Festival inWacken offiziell gestartet ist, haben Tausende Fans das Gelände gestürmt – trotz des strömenden Regens. Selbst der Auftritt der Firefighters endete in einer Schlammpartie. Hier sind die ersten Bilder vom W:O:A.

Schlamm,Matsch und endlos wirkender Stau: Kurz vor dem inoffiziellenStart des 26. Wacken Open Air (W:O:A) haben sich Tausende Fans auf dem Weg nach Wacken in Schleswig-Holstein gemacht. Der Regen machte die Anreise für viele zu einem matschigenAbenteuer: Eine kilometerlange Schlammstraße hatte sich auf dem Weg zum Festivalgelände gebildet. Knietief wateten die Metal-Fans zu den Bühnen. "Ich habe langsam keine Kraft mehr", sagte eine Besucherin. Einige Autos und auch Gummistiefel waren schon steckengeblieben.

Insgesamt erwarteten die Veranstalter etwa 75.000 Fans aus aller Welt. Mehr als 100 Bands sollen ab Donnerstag an den drei offiziellen Festivaltagen des weltgrößten Heavy-Metal-Festes auftreten, darunter Europe, Savatage,Santiano und Judas Priest. Einer der ersten Höhepunkte stand jedoch schon am Mittwochabendauf dem Programm: der Auftritt der örtlichen Feuerwehrkapelle – die Wacken Firefighters.

Bei strömenden Regen sorgten sie bei den Fans für gute Laune. Auf der Biergarten-Bühne begeisterten sie das Publikum mit ihren Interpretationen der Schlagerklassiker. 20 Stunden vor der offiziellen Eröffnung am Donnerstag läuten sie regelmäßig das Heavy-Metal-Fest ein.

Der erste Abend auf dem Partyacker endete für viele Metal-Fans jedoch in einem Schlammbad. Strömender Regen, Wind und Kälte verwandelte das Festivalgelände in sogar für Festivalverhältnisse ungemütliche Matschlandschaft. "Das habe ich bisher in keinem Jahr so schlimm erlebt", sagte ein Metal-Fan. "Wacken ist diesmal echt auf einem neuemLevel."

Wegen des schlechten Wetters sei besonders am Anreisetag nicht alles nach Plan verlaufen, berichtete Wacken-Gründer Thomas Jensen. "Wir kämpfen auf alle Flächen, dass wir die Leute raufkriegen. Es dauert alles viel zu lange, dann kommt es zu Verzögerungen." Durch den Regen hatten sich kilometerlange Staus bildet, Einfahrten auf das Gelände waren mehrfach imSchlamm versunken und mussten nachgerüstet werden. "Die Leute müssen Geduld haben", sagte Jensen. Nach Angaben der Polizei verlief der Anreisetag dagegen relativ ruhig.

Von Claudia Thaler

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