Bloß nicht in die Kirche

Mexikanischer Junge fingiert Entführung

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Zu langweilig? Weil ein Junge nicht in die Kirche wollte, gab er vor entführt worden zu sein.

Mexiko-Stadt - Kirche ist nicht jedermanns Sache. Ein mexikanischer Junge schwänzte die Messe am Sonntag und spazierte stattdessen in der Stadt umher. Um keinen Ärger zu bekommen, gab er vor entführt worden zu sein.

Weil er die sonntägliche Messe schwänzen wollte, hat ein Junge im Nordosten Mexikos seine eigene Entführung vorgetäuscht. Statt in die Kirche zu gehen, streifte der elfjährige David lieber durch seine Heimatstadt Reynosa im Bundesstaat Tamaulipas, wie die Zeitung „El Universal“ am Mittwoch berichtete. Um später von seiner Mutter nicht bestraft zu werden, gab er vor, entführt worden zu sein.

Drei Männer und eine Frau hätten ihn in einen Minivan gezerrt und über eine Stunde festgehalten, erzählte David. In einem unbeobachteten Moment habe er fliehen können. Bei seiner Vernehmung durch Ermittler gab der Junge die Lüge schließlich zu.

Bevor der Fall aufgeklärt wurde, ließen viele Eltern Anfang der Woche ihre Kinder aus Angst nicht zur Schule gehen. In Reynosa waren zuletzt zahlreiche Entführungen von Minderjährigen gemeldet worden. Zudem gilt der Bundesstaat Tamaulipas als Schwerpunktregion der Drogenkriminalität und des Menschenhandels.

dpa/sag

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