Kartell greift Bundespolizei an

Mindestens 22 Tote bei Gefechten in Mexiko

+
Foto: Soldaten riegeln die Straße ab, auf der bewaffnete Kriminelle mexikanische Bundesagenten angegriffen haben. Mindestens 22 Menschen starben bei dem Feuergefecht.

- Große Teile von Michoacán werden von dem pseudo-religiösen Kartell „Caballeros Templarios“ kontrolliert. Nachdem der Konflikt immer weiter eskalierte, schickte die Regierung zuletzt 6000 Soldaten und Hunderte Bundespolizisten in die Unruheprovinz.

Bei Kämpfen zwischen Polizisten und mutmaßlichen Angehörigen krimineller Organisationen sind im westmexikanischen Bundesstaat Michoacán mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um zwei Bundespolizisten und 20 Kriminelle, teilte das Innenministerium am Dienstagabend (Ortszeit) mit.

15 weitere Beamte und eine noch unbekannte Zahl von Angreifern seien bei den Gefechten verletzt worden. Bewaffnete hätten die Polizisten in den Dörfern Puerto el Mamey und El Carrizo gezielt attackiert.

Außerdem blockierten sie an vier Stellen die Landstraßen zwischen Apatzingán und Cuatro Caminos sowie zwischen Lázaro Cárdenas und Uruapan, wie es in der Mitteilung weiter hieß. Einheiten der Bundespolizei und Soldaten hätten die Straßensperren erst nach mehreren Stunden räumen können.

Große Teile von Michoacán werden von dem pseudo-religiösen Kartell „Caballeros Templarios“ (Tempelritter) kontrolliert. Nachdem die Bewohner der Region zu den Waffen griffen und der Konflikt immer weiter eskalierte, schickte die Regierung zuletzt 6000 Soldaten und Hunderte Bundespolizisten in die Unruheprovinz.

Erst am Montag waren bei einem Angriff auf Mitglieder einer Bürgerwehr in der Ortschaft Los Reyes fünf Menschen getötet worden. Neben drei Angehörigen der Selbstverteidigungskräfte kamen auch ein Passant und eine Polizistin außer Dienst ums Leben, als Unbekannte vor dem Rathaus des Dorfes das Feuer auf die Gruppe eröffneten.

dpa

Kommentare