Flüssiggas

Mindestens 20 Tote bei Tanklaster-Explosion nahe Mexiko-Stadt

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Foto: Nördlich von Mexiko-Stadt ist ein Tanklaster gefüllt mit Flüssiggas in ein Haus gerast und explodiert. Mindestens 20 Menschen kamen dabei ums Leben.

Mexiko-Stadt - Ein Lastzug mit Flüssiggas ist am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) nördlich von Mexiko-Stadt in ein Haus gerast und explodiert. Mindestens 20 Menschen kamen dabei ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Der Unglücksort gleicht einem Trümmerfeld.

Bei der Explosion eines Tanklasters nördlich von Mexiko-Stadt sind am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. 33 weitere seien bei dem Unglück in der Ortschaft Ecatepec nahe der mexikanischen Hauptstadt verletzt worden, sagte der örtliche Polizeichef Salvador Neme. Der Lastzug habe Flüssiggas transportiert.

Bei zehn der Toten handele es sich um Kinder oder Jugendliche, sagte der Innenminister des Bundesstaats México, Efrén Rojas. Einige der Verletzten seien in einem kritischen Zustand. Bei der Explosion seien 45 Häuser und 16 Fahrzeuge zum Teil schwer beschädigt worden.

Im Fernsehen war zu sehen, wie Feuerwehrleute in den rauchenden Trümmern eines Hauses nach Verschütteten suchten. Ein Haus direkt an der Straße wurde völlig zerstört. Sanitäter, Polizisten und Soldaten beteiligten sich an den Bergungsarbeiten. Zwei Verletzte mit schweren Verbrennungen sollten in eine Spezialklinik in den USAgebracht werden.

Laut Medienberichten hatte der Fahrer in einer Kurve die Kontrolle über den Lastwagen verloren und war in eine Hauswand gerast. Der Mann sei in ein Krankenhaus gebracht worden und befinde sich dort in Gewahrsam, sagte Polizeichef Neme.

Die Unglücksstelle glich einem Trümmerfeld. Die Druckwelle der Explosion habe den Tank rund 500 Meter weggeschleudert, berichtete die Zeitung "La Jornada" in ihrer Internetausgabe.

"Wir haben eine heftige Explosion gehört, davon sind wir aufgewacht", sagte der Anwohner Felipe Ramos Martínez im Radiosender Formato 21. "Das ganze Haus hat gewackelt, der Schaden ist sehr groß. Wir sind sofort raus, um zu sehen, was passiert ist."

dpa

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