Deckname „Joker“

Möglicher Amokläufer festgenommen

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Foto: Die amerikanische Polizei einen möglichen Amokläufer festgenommen, der 20 Gewehre und Pistolen in seiner Wohnung aufbewahrte und drohte, „alle in die Luft“ zu sprengen.

Washington - Er soll wüste Morddrohungen ausgestoßen und sich selbst als „Joker“ tituliert haben. Eine Woche nach dem Blutbad von Colorado ging die Polizei auf Nummer sicher und nahm den Mann fest. Hat sie einen Amoklauf verhindert?

Eine Woche nach dem Kino-Massaker in Aurora hat die US-Polizei einen selbsternannten „Joker“ festgenommen, der ein Blutbad angekündigt haben soll. Er wolle „alle in die Luft sprengen“, habe der Mann nach Polizeiangaben seinem Arbeitgeber gedroht, der ihn entlassen wollte. In seiner Wohnung in der Nähe Washingtons habe man über 20 Gewehre und Pistolen sowie reichlich Munition gefunden, teilten die Behörden mit. Die Polizei vermutet, dass sie einem weiteren Blutbad zuvorgekommen ist.

Man habe die Warnungen „sehr, sehr ernst“ nehmen müssen, sage der zuständige Polizeichef Mark McGaw am Freitag. Es hätten mehrere Elemente auf das „Batman“-Massaker in Aurora (Colorado) hingedeutet, bei dem ein junger Ex-Student bei einer Kinovorführung zwölf Zuschauer erschoss und 58 Menschen verletzte.

„Ich bin ein Joker. Ich werde meine Pistole laden und alle in die Luft sprengen“, soll der Festgenommene seinem Arbeitgeber gedroht haben, der ihn entlassen wollte.

Zudem habe er bei seiner Festnahme ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Nicht Pistolen töten Menschen – ich töte sie“ getragen, sagte ein Ermittler. Der Festgenommene sei zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden.

dpa

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